Buchempfehlung: „Der Garten der Virginia Woolf – Inspirationsquelle einer engagierten Schriftstellerin“

© DVA

von Mathias Iven

Wer ihn einmal gesehen hat, kehrt immer wieder: gemeint ist der Garten von Monk’s House im südenglischen Sussex. – Erstmals widmet sich nun ein Buch einzig und allein diesem Ort. Fast zeitgleich erschien dazu in Großbritannien und in Deutschland der prächtig gestaltete Band von Caroline Zoob. Weiterlesen

Martin Mosebachs neuer Roman „Das Blutbuchenfest“ ist ein gefährlich aufregendes Abenteuer

von Felix Palent

© Bild: Carl Hanser Verlag

Der neue Roman von Martin Mosebach gehört in die Kategorie der gefährlichen Bücher. Nicht etwa, weil er streitbar radikal-konservative Thesen vertritt oder etwa innovativste, schwer nachzu-vollziehende Quantensprünge der Handlungskonstruktion vornimmt. Nein, dieser Roman ist gefährlich, weil hier ein Dichter allein mit Sprache einen Sog des unbedingten Weiterlesens, -blätterns und -genießens erzeugt. Es ist sekundär, was Martin Mosebach schreibt, viel wichtiger ist wie er es schreibt. Mosebachs Sprachduktus ist nicht nur außerordentlich reich an eigenwilligen Schreibweisen (ein Sofa mit ph), diese Klangwelt kennt auch die vielseitigsten Tonalitäten: ironisches Lächeln, souveräne Gelassenheit und respektvolle Annäherung an die Verschroben-heiten der Figuren ebenso wie die harte, handlungsoptimierte Sprache der klaren Benennung. Weiterlesen