Mord in Babelsberg

Leo Wechsler ermittelt wieder

von Mathias Iven

Potsdam scheint zum Ort für historische Krimis zu avancieren. Führte unlängst erst – zumindest dem Titel nach – die Potsdamer Affäre von Heiger Ostertag (Gmeiner Verlag, 2013) in unsere Gefilde, so werden wir jetzt mit einem Mord in Babelsberg konfrontiert.

Kriminalkommissar Leo Wechsler ermittelt bereits in seinem vierten Fall. Vom historischen Hintergrund ähnlich angelegt, wie die von Volker Kutscher 2007 begonnene Reihe um den Kriminalisten Gereon Rath, ist auch er im Berlin der zwanziger – und wahrscheinlich demnächst auch dreißiger – Jahre unterwegs …

© Deutscher Taschenbuch Verlag

Führt die Spur ins Filmbusiness? Und was hat es mit dem Cover auf sich, dass das Schlösschen auf der Berliner Pfaueninsel zeigt?

 

Spannung ist garantiert! Da drückt man als Einheimischer auch gern ein Auge zu, wenn die Beschreibung der Örtlichkeiten nicht so ganz stimmig ist. Denn schließlich fällt nur dem Insider auf, dass Neubabelsberg und das eigentlich erst ab 1938 existente Babelsberg von der Autorin synonym benutzt werden. Oder dass es das von Mies van der Rohe entworfene Wohnhaus des Regisseurs in der Kaiserstraße 43 a nie gab. Und seit wann steht denn „jottwede“ für „jwd“, sprich „janz weit draußen“?

Susanne Goga: Mord in Babelsberg. dtv, München 2014, 319 S., 9,95 €

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