Bücher-Frühling in Frankreich

aus Grenoble berichtet Jette Schwarz

Der Bücher-Frühling in Frankreich beginnt neben landeseigenen Veröffentlichungen mit internationalen Größen. Neben Übersetzungen von Christa Wolf „August“, Julian Barnes „Quand tout est déjà arrivé“ und Ian McEwan „Opération Sweet Tooth“ wird besonders der neue, amerikanische Roman von Donna Tartt gefeiert, eine in den 60ern geborene amerikanische Schriftstellerin. Sie veröffentlicht zehn Jahre nach „The little friend“ (dt.: „Der kleine Freund“) den Roman „Le Chardonneret“ (engl.: „The Goldfinch“; dt: „Der Distelfink“) und liefert hiermit ein etwa 650 Seiten langes „Comeback“, das auch ins Deutsche übersetzt wurde. In der französischen Presse wird Tartt für ihre scharfsinnigen Betrachtungen über das gegenwärtige Amerika wiederholt gelobt und ihrem eigenen Idol Charles Dickens an die Seite gestellt. „Der Distelfink“ erzählt von einem Jungen namens Theo, von einem Gemälde, einer Flucht, von Einsamkeit und Freundschaft, von den Verflechtungen des Schlechten und des Guten, von der Zerbrechlichkeit und der Inpermanenz der Welt und schließlich auch von Identität. Weiterlesen

Buchempfehlung: Szczepan Twardoch „MORPHIN“

„Das Leben ist ein Traum. Aber dies ist keiner.“
Szczepan Twardochs kraftvoller Erzählrausch Morphin

von Felix Palent

Wollte man dieses Buch als Bild malen, wäre es von starken Kontrasten und satten Farben ebenso wie von feinen Schattierungen geprägt. Obwohl Anfang und Ende des Romans in ein „stickiges, schweres Schwarz“ gefärbt sind, wäre es kein monochromes Bild. Denn das Schluss-Schwarz ist kein depressives, ohnmächtiges eines betäubenden Rausches mehr, sondern ein lichtes, dynamisch pulsierendes Schwarz eines geglückten Entzugs. Weiterlesen

Buchempfehlung: Saša Stanišić „Vor dem Fest“

von Carsten Wist

© dpa

Saša Stanišić, 1978 In Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren, seit über zwanzig Jahren in Deutschland lebend, debütierte mit seinem Roman „Wie der Soldat das Grammophon repariert“. Was war das damals für ein packender erzählerischer Einstand. Fulminant. Von einer neuen, unverwechselbaren Stimme, einem jungen Erzählschwergewicht war die Rede. Acht Jahre sind seitdem vergangen und nun ist Stanišić‘ zweiter Roman erschienen und soeben mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Weiterlesen

Die Lesungen im Frühjahr

MONTAGS IMMER, immer 19 Uhr, immer im Literaturladen

10. 3. Schwittay, Geiling, Schrodt – Ein Thomas Bernhard-Abend

17.3. News – Bücher – Anekdoten. Ein Abend zur Leipziger Buchmesse

24.3. Klebsch liest! Dieter Klebsch (Synchronstimme von Dr. House & Alex Baldwin) liest
Szczepan Twardoch „Morphin“

31.3. Buchpremiere Stefan aus dem Siepen „Der Riese“

7.4. Werner Liersch Dichterland Brandenburg: „Stille finden – Brandenburg im Gedicht“

14.4. „Weitermachen ist mehr, als ich tun kann“
Felix Palent liest Briefe von Samuel Beckett

28.4. Welt – Krieg – Literatur
„Über den Feldern – Der Erste Weltkrieg in der Weltliteratur“
Ein Abend mit Frank-Volker Merkel

5.5. Hörbar Stricker
Wortregisseur Sven Stricker legt neue Texte auf

12. 5. Arnold Pistiak „Revolutionsgesänge? Essays zu Hanns Eisler“

19. 5. Marilyn Yalom „Wie die Franzosen die Liebe erfanden. 900 Jahre Leidenschaft“

26. 5. Black Box

 

Literaturladen on tour…

26.3. Iris Radisch „Camus – Das Ideal der Einfachheit“ (Villa Quandt)

5.4. Roger Willemsen „Das hohe Haus. Ein Jahr im Parlament“ (Schinkelhalle)

10.4. Jörg Hartmann liest Herrndorf „Arbeit und Struktur“ (Villa Quandt)

6.5. Monika Maron „Zwischenspiel“ (Villa Quandt)

24.5. Marc-Uwe Kling „Die Känguru-Offenbarung“ (Arena)

14.6. Leander Haußmann „BUH“ (20 Jahre-Fest des Brandenburgischen Literturbüros)