Der tägliche Fritz (21)

Raddatz-BannerHaus Kampen, Kampen / Sylt, den 9. September
„Einen Abend den sympathischen und, wie ich finde, sehr begabten Kurt Drawert hier zum Tee, der (…) hier bei einer Mineralwassermillionärin ein 2-monatiges Stipendium verzehrt. (…) Das einzig Verblüffende ist, mit welcher Selbstverständlichkeit er Mietzuschüsse, Stipendien, Geldzuwendungen, Preise und allerlei Drauflegen der öffentlichen (und auch privaten) Hand voraussetzt und annimmt. Als wäre die Öffentlichkeit VERPFLICHTET, Schriftsteller zu unterhalten – so dachten nicht Kafka nich Benn. Vielleicht WÄRE sie es sogar; und ein Düsenkampfflugzeug weniger (…) – und vielen Literaten wäre geholfen. Ein weites Feld. Doch dies Anspruchsdenken ist irgendwie schräg.“

Fritz J. Raddatz: Tagebücher. Jahre 2002 – 2012, Rowohlt Verlag, 24,95€

 

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