Der tägliche Fritz (45)

Raddatz-BannerKampen, Sylt, den 10. Juni 2012
„Aus dem Gebälk der Welt gefallen. Ich kann die Textur dieser Zeit, dieser Gesellschaft nicht mehr lesen, nicht politisch, nicht ästhetisch, nicht mal grammatikalisch. (…)
Weniger & weniger verstehe ich die Lobpreisungen meiner Kritikerkollegen, fast alle Bücher, die ich nach deren Empfehlung (…) las, haben mich enttäuscht, sind manchmal mehr, meist weniger ‚ordentlich‘ geschrieben, but nothing to write home about. (…) Eine Freundin schreibt, ‚wir‘ (WIR!) hatten doch das Glück, unseren (UNSEREN!) Beruf als ‚Hobby‘ zu haben: von Michelangelo über Thomas Mann bis, ja, bis hinunter zu mir: Beruf, Kunst, Literatur = Hobby! Es verschlägt einem die Sprache.“

Fritz J. Raddatz: Tagebücher. Jahre 2002 – 2012, Rowohlt Verlag, 24,95€

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.