Der Blaue Salon am Montag, u.a. mit Julia Schoch

BLAUER SALON
zu Gast: die Übersetzerin Julia Schoch
Montag, 02. Mai, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Der Blaue Salon feiert das Ende der Frühjahrssaison. Damit es zum Abschluss ein richtiges „Heimspiel“ wird, haben wir uns die Potsdamer Schriftstellerin und Kleine-Hei-Preisträgerin Julia Schoch eingeladen. Wir möchten mit ihr diesmal jedoch nicht über ihre eigenen Bücher sprechen, sondern ihre Übersetzungsarbeit thematisieren. Besonders die französische Literatur wird dabei in den Fokus rücken, denn Schoch hat u.a. Daniel Anselme, Eugene Dabit und Georges Hyvernaud übertragen.

Foto: Susanne Schleyer

Der Blaue Salon am Montag mit einem Abend über Mircea Cartarescu

BLAUER SALON
 SCHWERGEWICHTE
Ein Abend zu Mircea Cărtărescus Orbitor-Trilogie
Montag, 25. April, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

„Ein Proust aus dem Plattenbau, aber einer auf Speed.“ Der Spiegel

Wir widmen uns einem der tollkühnsten Werke der Weltliteratur des ausgehenden 20. Jahrhunderts: der Orbitor-Trilogie von Mircea Cărtărescu. Mit seinen drei Bänden „Die Wissenden“, „Der Körper“ und „Die Flügel“ reiht sich der Rumäne in die bedeutungsvolle Tradition der urbanen literarischen Meisterwerke ein. James Joyce hatte Dublin, Marcel Proust Paris, Jorge Luis Borges Buenos Aires, John Dos Passos New York – und Cartarescu hat Bukarest. Orbitor ist ein „Irrsinnsbuch“, wie der Erzähler selbst sinniert, eine ekstatische Halluzination, eine Orgie von Sprache und Gedanken, überbordend vor Phantastik und trotzdem existenziell, wie alle große europäische Literatur.

Lesung eXtra: Michael Eberth „Einheit – Berliner Theatertagebücher ’91 – ’96“

Lesung eXtra
MICHAEL EBERTH
„EINHEIT – Berliner Theatertagebücher ’91 – ’96“
Montag, 18. April 2016
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Michael Eberth folgt 1990 dem Ruf Thomas Langhoffs als Chefdramaturg an das Berliner Deutsche Theater, das ehemalige Staatstheater der DDR. Langhoff, mit dem Eberth eine langjährige Arbeitsbeziehung verbindet, will einen Westdramaturgen an seinem Theater haben. Eberth ist gespannt auf das Neue – und stößt auf ihm menschlich, organisatorisch und vor allem künstlerisch fremde Strukturen, die ihn an den Rand der Verzweiflung treiben.

Bevor er das Theater verlässt, setzt er den Regiestudenten Thomas Ostermeier als Leiter der neuen Spielstätte »Baracke« ein und verfolgt mit Genugtuung, wie der junge Künstler sie in anderthalb Spielzeiten zum »Theater des Jahres« macht.

Eberths Tagebücher sind Dokument eines Verständigungsversuchs am Rande des Scheiterns, sind theatergeschichtliches Zeitzeugnis, geben teils haarsträubende Einblicke hinter die Kulissen des von Eitelkeiten und Wahn durchdrungenen Kunst- und Politikbetriebs der neuen Hauptstadt – und sind leidenschaftliches Plädoyer für eine alte und vermeintlich unzeitgemäße Kunst.

»Der Sozialismus glaubte, für das Drama der Existenz Lösungen anbieten zu können. Das führte zu einer Schauspielerei, die sich im Besitz solcher Lösungen wähnte.« Jürgen Gosch

Der Blaue Salon am Montag mit einem Abend über Michael Glawogger

BLAUER SALON
Ein Abend zu Michael Glawoggers „69 Hotelzimmer“
Montag, 11. April, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Am kommenden Montag widmen wir uns im Blauen Salon einem viel zu früh Verstorbenen: dem Österreichischen Filmkünstler Michael Glawogger.
Vor fast genau zwei Jahren starb Glawogger im Alter von 54 Jahren in Liberia an Malaria. Kurz darauf erschien posthum sein literarisches Debüt: 69 Hotelzimmer. Darin dokumentiert Glawogger in atmosphärisch dicht gesponnenen, zum Teil aberwitzigen, zum Teil lakonisch direkten Erzählungen eine Art Hotelweltreise. Das Buch besteht aus 95 Erzählbildern von Hotelzimmern, Fluren und Lounges, von Begegnungen und Einsamkeit, von Hitze und elender Kälte.

Reisen Sie mit uns, in zwei Stunden durch die Lebenswelt Hotel und durch die Welt des Michael Glawogger.

 

Buchempfehlung: Efrat Gal-Ed über Itzik Manger

Wie Schlangen laufen Schienen in die Welt hinaus …“

von Mathias Iven

so heißt es gleich zu Beginn von Itzik Mangers „Ballade meiner Kindheit“. Eine revidierte und erweiterte Neuausgabe seiner Gedichte ist soeben erschienen und lädt dazu ein, einen der größten jiddischen Dichter zu entdecken …

Gal-Ed, NiemandsspracheManger, Dunkelgold

Mehr als ein Jahrzehnt hat die als Malerin und Autorin in Köln lebende und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf lehrende Efrat Gal-Ed an einem Buch über ihn gearbeitet. Zwar spricht Gal-Ed bescheiden von einem „ersten Versuch einer kritischen Biographie“, doch die vor allem auf zahlreichen bisher unzugänglichen Dokumenten beruhende, mit fast 800 Seiten monumental zu nennende Darstellung wird wohl lange Zeit als Standardwerk zu gelten haben. Weiterlesen

Roland Schimmelpfennig war im Literaturladen zu Gast

An einem deutlichen, frühlingswarmen Aprilabend zu Beginn des 21. Jahrhunderts…

Fotos: Michael Lüder