Der Blaue Salon am 8. Mai: Ein Abend für Peter Handke

DER BLAUE SALON | THEATER THEATER
„Die schönen Tage von Aranjuez“ – Ein Abend für Peter Handke
Mit Jutta Wachowiak und René Schwittay
Montag, 08. Mai, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 7€

Personen: Eine Frau, namenlos, ein Mann, namenlos: das Paar schlechthin. Sie treffen sich, um über die Liebe zu reden, die erste Liebe, darüber, was Mann und Frau fühlen, wenn sie miteinander sind. Sie reden darüber, wie man über die Liebe redet.

»Und wieder ein Sommer. Und wieder ein schöner Sommertag. Und wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem Himmel. Ein Garten. Eine Terrasse. Unsichtbare, nur hörbare Bäume, mehr Ahnung als Gegenwart…«

Buchempfehlung: Einblicke in das Leben Constantin Brunners

Denken mit dem Blick auf die Havel

von Mathias Iven

In einem der jüngsten Bände der von Hermann Simon im Verlag Hentrich & Hentrich herausgegebenen Reihe »Jüdische Miniaturen« stellt der Philosoph und Schopenhauer-Biograph Robert Zimmer eine fast schon vergessene, mit Potsdam in Beziehung stehende Geistesgröße vor: Constantin Brunner.

Der 1862 in Altona als Arjeh Yehuda Wertheimer geborene Brunner gehörte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den bekannten Intellektuellen in Deutschland. Nach einer abgebrochenen Ausbildung am jüdischen Lehrerseminar in Köln studierte er ab 1884 zunächst in Berlin und dann in Freiburg Philosophie und Geschichte. Zu seinen Lehrern gehörten u.a. Wilhelm Dilthey und Paul Deussen sowie Alois Riehl, der ihn maßgeblich prägte. 1890 beendete er seine Studien, ohne einen akademischen Abschluss erlangt zu haben. Brunner kehrte nach Hamburg zurück und eröffnete dort ein »Litterarisches Vermittlungsbüro«, das Schriftstellern bei der Verwertung ihrer Werke helfen sollte. In den kommenden vier Jahren war er zugleich Mitherausgeber einer Zeitschrift. Das in dieser Zeit für seine Artikel von ihm häufig benutzte Pseudonym »Constantin Brunner« sollte er später als bürgerlichen Namen eintragen lassen. Weiterlesen

Der Blaue Salon am Montag mit Bettina Abarbanell

Hervorgehoben

DER BLAUE SALON
Make the american literature great again“
Ein Abend mit der Übersetzerin Bettina Abarbanell
Montag, 24. April, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Sie hat die großen Romane von Jonathan Franzen übersetzt.
Sie hat sich mit einer Neuübersetzung von F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ in der klassischen amerikanischen Literatur bewährt.
Mit Denis Johnson überträgt sie einen der unkonventionellsten Autoren englischer Sprache ins Deutsche.
Und mit der jungen Rachel Kushner zeigt sie, wie vielseitig sie ist.

Am kommenden Montag begrüßen wir die Potsdamer Übersetzerin Bettina Abarbanell. Wir möchten sie nach ihrer Arbeit befragen und mit ihr über „ihre“ Autoren sprechen; über das Geheimnis und die Voraussetzungen des Übersetzens; und natürlich aus den Büchern lesen.

Mit Marcel Reif im Waschhaus: Sprache, Fußball und mehr

 

Fotos: Harald Hirsch

Buchempfehlung: Elena Ferrante „Die Geschichte eines neuen Namens“

Ferrante macht eben süchtig

von Carsten Wist

Viel spannender als die vermeintliche Aufdeckung, wer sich hinter dem Pseudonym Elena Ferrante verberge, ist doch die Frage, ob die literarische Qualität, die die Autorin im ersten Buch „Meine geniale Freundin“ vorgelegt hat, auch im 2. Teil gehalten werden kann. Eindeutige Antwort: Ja!, denn „Die Geschichte eines neuen Namens“, so heißt der zweite Band, knüpft nahtlos an die Vorzüge des ersten Romans an. Als da sind: die realistische Darstellungsweise in einer beeindruckenden sprachlichen Klarheit, der tiefenpsychologische Blick auf die Figuren, ihre Bewegungs- und Handlungsgründe und das farbenfrohe Zeichnen eines vielschichtigen neapolitanischen Gesellschaftspanoramas der 50er und 60er Jahre mit einem großen Figurenensemble. Und das alles auch noch mit einem Höchtsgrad an Unterhaltsamkeit.
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