Lesungen im September 2017

Spielzeiteröffnung im Blauen Salon

Donnerstag, 7. September
DIE LESUNG VON LUKAS BÄRFUSS MUSS AUFGRUND EINER ERKRANKUNG LEIDER ENTFALLEN.
 

Montag, 11. September
Michael Schindhelm „Letzter Vorhang“

 

Donnerstag, 21. September
Roland Schimmelpfennig „Die Sprache des Regens“

Die Volksbühne ist zu, dicht, verrammelt. Kein laufendes Rad mehr, keine Schriftzüge. Getreu den geflügelten Worten „Das Theater ist tot, es lebe das Theater!“ behaupten wir einfach, dass es sie noch gäbe, diese unberechenbaren, unzumutbaren, unvernünftigen Inszenierungen. Zur Eröffnung unserer Herbst-Spielzeit haben wir darum drei Theaterautoren eingeladen:
Der Schweizer Lukas Bärfuss stellt seinen luziden Roman „Hagard“ vor. Eine eigenartig schillernde Geschichte, um die Verfolgung einer Frau im Feierabendgedrängel.
Eine aufsehenerregende Theaterschließung thematisiert Michael Schindhelm in seinem Roman „Letzter Vorhang“, der pünktlich zur letzten Vorstellung der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz am 1. Juli erschienen ist.
Und schließlich begrüßen wir den meistgespielten deutschprachigen Dramatiker auf unserer Bühne: Roland Schimmelpfennig stellt seinen zweiten Roman „Die Sprache des Regens“ vor.

Vorhang auf: Theaterseptember!

 

Jeweils um 19 Uhr im Literaturladen | Eintritt: 8€ | Vorbestellungen erbeten

Der Blaue Salon: Ein Abend zu Karl Ove Knausgards „Min Kamp“

DER BLAUE SALON | SCHWERGEWICHTE
Ein Abend zu Karl Ove Knausgards „Min Kamp“
Montag, 15. Mai, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Wir feiern das Erscheinen des sechsten und letzten Bandes von „Min Kamp“ auf Deutsch!

Karl Ove Knausgard
M I N   K A M P
STERBEN | LIEBEN | SPIELEN | LEBEN | TRÄUMEN | KÄMPFEN

Nach 3335 gelesenen Seiten schlagen wir den letzten Band auf. Vorher rekapitulieren wir die Bücher eins bis fünf, sprechen über den Erzähler, den Mann, den Intellektuellen Karl Ove Knausgard. Wir sehen, hören und erfahren den radikalen Exzess „Min Kamp“.
Am Ende öffnen wir das noch versiegelte Paket und heben an zur Vorab-Premiere des letztens Bandes „Kämpfen“ .

Lesen Sie hier eine Rezension der ersten vier Bände

Foto: André Loyning

Der Blaue Salon am 8. Mai: Ein Abend für Peter Handke

DER BLAUE SALON | THEATER THEATER
„Die schönen Tage von Aranjuez“ – Ein Abend für Peter Handke
Mit Jutta Wachowiak und René Schwittay
Montag, 08. Mai, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 7€

Personen: Eine Frau, namenlos, ein Mann, namenlos: das Paar schlechthin. Sie treffen sich, um über die Liebe zu reden, die erste Liebe, darüber, was Mann und Frau fühlen, wenn sie miteinander sind. Sie reden darüber, wie man über die Liebe redet.

»Und wieder ein Sommer. Und wieder ein schöner Sommertag. Und wieder eine Frau und ein Mann an einem Tisch im Freien, unter dem Himmel. Ein Garten. Eine Terrasse. Unsichtbare, nur hörbare Bäume, mehr Ahnung als Gegenwart…«

Der Blaue Salon am Montag mit Bettina Abarbanell

Hervorgehoben

DER BLAUE SALON
Make the american literature great again“
Ein Abend mit der Übersetzerin Bettina Abarbanell
Montag, 24. April, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Sie hat die großen Romane von Jonathan Franzen übersetzt.
Sie hat sich mit einer Neuübersetzung von F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ in der klassischen amerikanischen Literatur bewährt.
Mit Denis Johnson überträgt sie einen der unkonventionellsten Autoren englischer Sprache ins Deutsche.
Und mit der jungen Rachel Kushner zeigt sie, wie vielseitig sie ist.

Am kommenden Montag begrüßen wir die Potsdamer Übersetzerin Bettina Abarbanell. Wir möchten sie nach ihrer Arbeit befragen und mit ihr über „ihre“ Autoren sprechen; über das Geheimnis und die Voraussetzungen des Übersetzens; und natürlich aus den Büchern lesen.

Eva Menasse liest in der SLB

DER LITERATURLADEN ON TOUR
Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“
Donnerstag, 30. März, 19 Uhr
Ort: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Eintritt: 10€ / 8€ ermäßigt

Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Eine Frau realisiert, wie sehr das Schicksal ihres Vaters sie geprägt hat, in ihren Marotten ebenso wie in ihren tiefsten Ängsten. Und eine Gruppe handverlesener Künstler und Wissenschaftler probt in südländischer Gluthitze eine groteske Revolution.

Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erzählungen, indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

Der Blaue Salon am Montag ohne Tom Malmquist, aber mit René Schwittay

DER BLAUE SALON
Tom Malmquist hat die Lesung abgesagt,

René Schwittay wird trotzdem aus dem Buch „In jedem Augenblick unseres Lebens“ lesen,
außerdem:
Gerade gelesen, gesehen, gehört – Ein erster Abend zur Leipziger Buchmesse

Montag, 27. März, 19 Uhr

Ort: Wist – Der Literaturladen

Der Blaue Salon am Montag, den 20. März

DER BLAUE SALON
Gerade: gelesen, gesehen, gehört
Zu Gast: Christiane Schulz mit ihrem Gedichtband „Die beschriftete Zeit“
Montag, 20. März, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Wir blicken zurück auf die große Lesung von Paul Auster im Sendesaal des RBB und werfen einen ersten Blick in die Neuerscheinungen des Literaturfrühjahrs.

Außerdem stellt die Potsdamer Lyrikerin Christiane Schulz ihren jüngst erschienene Gedichtband „Die beschriftete Zeit“ vor.

Lesung eXtra: Zsuzsa Bánk liest „Schlafen werden wir später“

Lesung eXtra
Zsuzsa Bánk liest „Schlafen werden wir später“
Mittwoch, 08. März, 19 Uhr
Ort: Waschhaus Potsdam
Eintritt: 7€

Zsuzsa Bánk ist zurück! Die Autorin von „Die hellen Tage“ und „Der Schwimmer“ veröffentlicht nach fünf Jahren einen neuen Roman: „Schlafen werden wir später“. Es ist eines der langerwarteten Bücher der deutschsprachigen Literatur. Und Zsuzsa Bánk kleckert nicht, sondern klotzt: auf 686 Seiten erzählt sie von der Freundschaft zweier gegensätzlicher Frauen. Die Lehrerin Johanna lebt allein in einem kleinen Ort im Schwarzwald, die Künstlerin Martá wohnt mit Familie in einer Großstadt. Beide kennen sich seit Kindheitstagen und versuchen in Briefen und E-Mails von großer Tiefe und Offenheit den engen Kontakt nicht zu verlieren. Ihr Austausch ist ein aufrichtiger Lebensbericht und das Beweisstück einer langen Freundschaft. Bánk eröffnet in ihrem neuen Roman ein Universum großer Lebensfragen und -wege: „Was fangen wir noch an mit diesem Leben, jetzt, nachdem wir die halbe Strecke schon gegangen sind?“