Eva Menasse liest in der SLB

DER LITERATURLADEN ON TOUR
Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“
Donnerstag, 30. März, 19 Uhr
Ort: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Eintritt: 10€ / 8€ ermäßigt

Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Eine Frau realisiert, wie sehr das Schicksal ihres Vaters sie geprägt hat, in ihren Marotten ebenso wie in ihren tiefsten Ängsten. Und eine Gruppe handverlesener Künstler und Wissenschaftler probt in südländischer Gluthitze eine groteske Revolution.

Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erzählungen, indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

Der Blaue Salon am Montag ohne Tom Malmquist, aber mit René Schwittay

DER BLAUE SALON
Tom Malmquist hat die Lesung abgesagt,

René Schwittay wird trotzdem aus dem Buch „In jedem Augenblick unseres Lebens“ lesen,
außerdem:
Gerade gelesen, gesehen, gehört – Ein erster Abend zur Leipziger Buchmesse

Montag, 27. März, 19 Uhr

Ort: Wist – Der Literaturladen

Der Blaue Salon am Montag, den 20. März

DER BLAUE SALON
Gerade: gelesen, gesehen, gehört
Zu Gast: Christiane Schulz mit ihrem Gedichtband „Die beschriftete Zeit“
Montag, 20. März, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Wir blicken zurück auf die große Lesung von Paul Auster im Sendesaal des RBB und werfen einen ersten Blick in die Neuerscheinungen des Literaturfrühjahrs.

Außerdem stellt die Potsdamer Lyrikerin Christiane Schulz ihren jüngst erschienene Gedichtband „Die beschriftete Zeit“ vor.

Lesung eXtra: Zsuzsa Bánk liest „Schlafen werden wir später“

Lesung eXtra
Zsuzsa Bánk liest „Schlafen werden wir später“
Mittwoch, 08. März, 19 Uhr
Ort: Waschhaus Potsdam
Eintritt: 7€

Zsuzsa Bánk ist zurück! Die Autorin von „Die hellen Tage“ und „Der Schwimmer“ veröffentlicht nach fünf Jahren einen neuen Roman: „Schlafen werden wir später“. Es ist eines der langerwarteten Bücher der deutschsprachigen Literatur. Und Zsuzsa Bánk kleckert nicht, sondern klotzt: auf 686 Seiten erzählt sie von der Freundschaft zweier gegensätzlicher Frauen. Die Lehrerin Johanna lebt allein in einem kleinen Ort im Schwarzwald, die Künstlerin Martá wohnt mit Familie in einer Großstadt. Beide kennen sich seit Kindheitstagen und versuchen in Briefen und E-Mails von großer Tiefe und Offenheit den engen Kontakt nicht zu verlieren. Ihr Austausch ist ein aufrichtiger Lebensbericht und das Beweisstück einer langen Freundschaft. Bánk eröffnet in ihrem neuen Roman ein Universum großer Lebensfragen und -wege: „Was fangen wir noch an mit diesem Leben, jetzt, nachdem wir die halbe Strecke schon gegangen sind?“

Der Blaue Salon: Jutta Hoffmann und Manuela Reichart über Carson McCullers

Der Blaue Salon
„Die Ballade vom traurigen Cafe“ –
zum 100. Geburtstag von Carson McCullers
Ein Abend mit Manuela Reichart und Jutta Hoffmann

Montag, 06. März, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 7€

Carson McCullers

Sie wäre am 19. Februar 100. Jahre alt geworden: Carson McCullers. Die in den Südstaaten geborene Autorin veröffentlichte mit nur 23 Jahren ihren Welterfolg „Das Herz ist ein einsamer Jäger“. Ihre Themen: Rassenhass, Lebenslügen und Einsamkeit.

Carson McCullers Leben folgte dem Muster „Arbeit und Liebe“. Ihr Werk musste sie einem sich verweigernden Körper abtrotzen, denn sie war eigentlich immer krank. Die Motive ihrer Bücher: der Fluch des Südens, Rassenhass und dessen Überwindung, Lebenslügen und Enttäuschungen, Traurigkeit und Einsamkeit, die Angst der Jugend und die des Alters, Krankheit und Tod, Liebe und Leidenschaft, kindliche Hoffnungen und unerfüllbare Sehnsüchte.

Als im August 1940 ihr erster Roman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ erscheint, warf sie 23 Jahre alt und sofort ein Star auf der literarischen Bühne Amerikas. 1967 starb sie im Alter von nur 50 Jahren. Ihr letzter großer Roman „Uhr ohne Zeit“ beginnt mit dem Satz „Der Tod bleibt sich immer gleich, aber jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod.“

Manuela Reichart

Jutta Hoffmann

Lesung eXtra: Judith Hermann liest eine Geschichte

Lesung eXtra
Judith Hermann liest eine Geschichte
Montag, 27. Februar, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Judith Hermanns Lesung im vergangenen September war so sehr ausverkauft, dass wir letztlich unter den freien Himmel gezogen sind. Nun starten wir einen weiteren Anlauf, Judith Hermann wirklich im Literaturladen begrüßen zu können. Und da sie aus ihrem jüngsten Erzählband „Lettipark“ ja bereits gelesen hat, ist die Hoffnung auf etwas Neues vielleicht berechtigt.

 

Die Lesungen im Frühjahr 2017

Die Lesungen im Frühjahr 2017

27. Februar | 19 Uhr
Lesung eXtra
Judith Hermann
liest eine Geschichte

06. März | 19 Uhr
Lesung eXtra
„Die Ballade vom traurigen Cafe“ –
zum 100. Geburtstag von Carson McCullers
Ein Abend mit Manuela Reichart und Jutta Hoffmann

Mittwoch, 08. März | 19 Uhr
Aufgrund der großen Nachfrage ins Waschhaus verlegt
Lesung eXtra
Zsuzsa Bánk „Schlafen werden wir später“

20. März | 19 Uhr
Blauer Salon
Zu Gast: Christiane Schulz
mit ihrem Lyrikband „Die beschriftete Zeit“

27. März | 19 Uhr
Blauer Salon
Tom Malmquist „In jedem Augenblick unseres Lebens“
Tom Malmquist hat die Lesung abgesagt
stattdessen wird René Schwittay aus dem Buch lesen

30. März | 19 Uhr | Stadt- und Landesbibliothek
Literaturladen on Tour
Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“

03. April | 19 Uhr
Blauer Salon | PAPIERFRIEDHOF
Ein Abend zur Leipziger Buchmesse – Teil 2

10. April | 19 Uhr
Lesung eXtra
Marcel Reif „Nachspielzeit – Ein Leben mit dem Fußball“

24. April | 19 Uhr
Blauer Salon
„Make the american literature great again!“
Ein Abend mit der Johnson/Kushner/Franzen/Fitzgerald/Sayrafiezadeh-Übersetzerin Bettina Abarbanell

08. Mai | 19 Uhr
Blauer Salon | THEATER THEATER
„Die schönen Tage von Aranjuez“ – Ein Abend für Peter Handke

Es liest: Jutta Wachowiak

15. Mai | 19 Uhr
Blauer Salon | SCHWERGEWICHTE
Zum Erscheinen des sechsten Bandes „Kämpfen“ –
Ein Abend zu Karl Ove Knausgårds „MIN KAMP“

Lesung eXtra: Katerina Poladjan & Henning Fritsch „Hinter Sibirien“

Lesung eXtra
Katerina Poladjan & Henning Fritsch
„Hinter Sibirien. Eine Reise nach Russisch-Fernost“

Montag, 28. November, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Wenn man von Moskau aus acht Stunden in Richtung Osten fliegt, ist man immer noch in Russland. Hier, in Wladiwostok, wo Berlin eine halbe Erdumrundung entfernt ist, beginnen Katerina Poladjan und Henning Fritsch eine Abenteuerreise, die sie bis zur chinesischen Grenze führt, ins große unbekannte Land zwischen Baikalsee und Pazifik. Sie erleben das extreme Klima, lassen sich überwältigen von der Endlosigkeit der verschneiten Steppe vor den Zugfenstern der Transsibirischen Eisenbahn, tauchen ein in eine wundersame Welt hinter dem Ural, seit Jahrhunderten ein Ort der Verbannung und der Sehnsucht.

Der Blaue Salon mit einem Abend zu Cormac McCarthy

DER BLAUE SALON | SCHWERGEWICHTE
Ein Abend zu Cormac McCarthys „Border“-Trilogie
Mon
tag, 21. November, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen

Die Border-Trilogie ist „eine große erzählerische Reflexion über Vergänglichkeit, Gewalt, Schmerz und die Unmöglichkeit der Erlösung“ (Die Zeit) – und eine radikale Desillusionierung des ewigen Traums von Gerechtigkeit, Liebe, Zugehörigkeit und Heimat.

Cormac McCarthy ist ein „Beckett zu Pferde“ (FAZ).

 

Lesung eXtra: Saskia de Coster „Wir und ich“

Lesung eXtra
Saskia de Coster „Wir und ich“
Montag, 14. November, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Die Mutter Neurotikerin aus altem Geldadel, der Vater ein Kontrollfreak, der Onkel Häftling auf Freigang, die Oma eine alte Ziegenhirtin – die Vandersandens sind so überspannt wie vermögend. Nur Einzelkind Sarah will raus aus dem goldenen Käfig. Ein herrlich ironischer Gesellschaftsroman über eine verkorkste Familie.