Der Blaue Salon: Ein Abend zu Karl Ove Knausgards „Min Kamp“

DER BLAUE SALON | SCHWERGEWICHTE
Ein Abend zu Karl Ove Knausgards „Min Kamp“
Montag, 15. Mai, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Wir feiern das Erscheinen des sechsten und letzten Bandes von „Min Kamp“ auf Deutsch!

Karl Ove Knausgard
M I N   K A M P
STERBEN | LIEBEN | SPIELEN | LEBEN | TRÄUMEN | KÄMPFEN

Nach 3335 gelesenen Seiten schlagen wir den letzten Band auf. Vorher rekapitulieren wir die Bücher eins bis fünf, sprechen über den Erzähler, den Mann, den Intellektuellen Karl Ove Knausgard. Wir sehen, hören und erfahren den radikalen Exzess „Min Kamp“.
Am Ende öffnen wir das noch versiegelte Paket und heben an zur Vorab-Premiere des letztens Bandes „Kämpfen“ .

Lesen Sie hier eine Rezension der ersten vier Bände

Foto: André Loyning

Die Lesungen im Frühjahr 2017

Die Lesungen im Frühjahr 2017

27. Februar | 19 Uhr
Lesung eXtra
Judith Hermann
liest eine Geschichte

06. März | 19 Uhr
Lesung eXtra
„Die Ballade vom traurigen Cafe“ –
zum 100. Geburtstag von Carson McCullers
Ein Abend mit Manuela Reichart und Jutta Hoffmann

Mittwoch, 08. März | 19 Uhr
Aufgrund der großen Nachfrage ins Waschhaus verlegt
Lesung eXtra
Zsuzsa Bánk „Schlafen werden wir später“

20. März | 19 Uhr
Blauer Salon
Zu Gast: Christiane Schulz
mit ihrem Lyrikband „Die beschriftete Zeit“

27. März | 19 Uhr
Blauer Salon
Tom Malmquist „In jedem Augenblick unseres Lebens“
Tom Malmquist hat die Lesung abgesagt
stattdessen wird René Schwittay aus dem Buch lesen

30. März | 19 Uhr | Stadt- und Landesbibliothek
Literaturladen on Tour
Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“

03. April | 19 Uhr
Blauer Salon | PAPIERFRIEDHOF
Ein Abend zur Leipziger Buchmesse – Teil 2

10. April | 19 Uhr
Lesung eXtra
Aufgrund der großen Nachfrage ins Waschhaus verlegt

AUSVERKAUFT
Marcel Reif „Nachspielzeit – Ein Leben mit dem Fußball“

24. April | 19 Uhr
Blauer Salon
„Make the american literature great again!“
Ein Abend mit der Johnson/Kushner/Franzen/Fitzgerald/Sayrafiezadeh-Übersetzerin Bettina Abarbanell

08. Mai | 19 Uhr
Blauer Salon | THEATER THEATER
„Die schönen Tage von Aranjuez“ – Ein Abend für Peter Handke

Es liest: Jutta Wachowiak

15. Mai | 19 Uhr
Blauer Salon | SCHWERGEWICHTE
Zum Erscheinen des sechsten Bandes „Kämpfen“ –
Ein Abend zu Karl Ove Knausgårds „MIN KAMP“

Bücherjahr 2014 – Ein Jahresendgespräch

Carsten Wist lässt mit seinen jungen Mitarbeitern Felix Palent und Jette Schwarz das Bücherjahr 2014 Revue passieren. An einem heiteren Abend im Advent geht es z.B. darum, was Hunde alles auffressen, den Beitrag der Franzosen zur alten und neuen Literatur, die größte Enttäuschung des Jahres und das beste Buch des Jahres. Ein paar Eindrücke und Urteile

Wer auch von Lutz Seiler und Kruso begeistert war, für den seine Lesung in der Schinkelhalle in Potsdam

Frankfurter Buchmesse 2014

Wie fast immer in den letzten Jahren hat Carsten Wist den Preisträger des Deutschen Buchpreises richtig getippt. In diesem Jahr Lutz Seiler, der auch 30.10. den Buchpreis des Literaturladens Der Kleine Hei erhalten wird. Während der Buchmesse ist auch der Literatur Nobelpreis bekannt gegeben worden. Mit Patrick Modiano hat niemand gerechnet, auch nicht Wist, der Modiano als eine sehr gute literarische Wahl einschätzt. Davon und von guten Büchern von guten Autoren haben Carsten Wist und Felix Palent in kleiner, angenehmer Runde bei guten Weinen gesprochen. Eindrücke des Abends:

Buchempfehlung: Mit einem absoluten Gehör der Erinnerung

Ein Buch ist ein Ereignis, die gesamte Reihe eine Erfahrung. Karl Ove Knausgårds Romanzyklus entfaltet eine subtile Intensität.

von Felix Palent

Inhaltlich ist der Romanzyklus Min Kamp von Karl Ove Knausgård rasch beschrieben – es geht um: Karl Ove Knausgård. Wer das derzeitige literarische Geschehen verfolgt, findet nahezu allgegenwärtig Interviews, Besprechungen, Bekenntnisse zu diesem autobiografischen Großwerk. Sechs Bücher werden es sein, in denen der Autor seinem Leben nachschreibt; auf deutsch sind inzwischen vier erschienen: Sterben, Lieben, Spielen und Leben.
Die Idee war, meinem Leben so nahe zukommen wie möglich, also schrieb ich über Linda und John, die im Nebenzimmer schliefen, Vanja und Heidi, die im Kindergarten waren, die Aussicht aus dem Fenster, die Musik, die ich hörte. (…) Am nächsten Morgen begann ich, über das Frühjahr zu schreiben, in dem Vater sich von mir und Mutter getrennt hatte, und obwohl ich jeden Satz hasste, beschloss ich weiterzumachen, ich musste es hinter mir lassen, die Geschichte erzählen, die ich so lange zu erzählen versucht hatte. Wieder daheim machte ich weiter, in einigen Notizen, die ich mit achtzehn niedergeschrieben und aus irgendeinem Grund nicht weggeworfen hatte, stand »Tüten mit Bier im Straßengraben«, was auf einen Silvesterabend in meiner Jugend anspielte, das konnte ich benutzen, solange ich es einfach laufen ließ und den Gedanken aufgab, das Höchste erreichen zu wollen.“

Sterben von Karl Ove Knausgard Weiterlesen