Der literarische Leseherbst 2017

Die Lesungen im Herbst 2017

Montag, 11.September | 19 Uhr
Lesung eXtra
Michael Schindhelm „Letzter Vorhang“

Donnerstag, 21.September | 19 Uhr
Lesung eXtra
Roland Schimmelpfennig „Die Sprache des Regens“

Montag, 9.Oktober | 19 Uhr
Blauer Salon | SCHWERGEWICHTE
Ein Abend zu Richard Fords  „Bascombe“ -Trilogie

Montag 16.Oktober | 19 Uhr | Stadt- und Landesbibliothek
Literaturladen on Tour
Ingo Schulze „Peter Holtz“

Montag, 23.Oktober | 19 Uhr 
Blauer Salon | PAPIERFRIEDHOF
Ein Abend zur Frankfurter Buchmesse

Mittwoch, 1.November | 19 Uhr
Blauer Salon
Tour de France littéraire – Ein Abend zur Französischen Literatur
mit den Übersetzern Hinrich Schmidt-Henkel und Frank Heibert

Montag, 6.November | 19 Uhr
Blauer Salon 
Vom Traum zum Terror – 100 Jahre Oktoberrevolution
Ein Abend mit Mathias Iven

Freitag, 10.November | 19 Uhr
Blauer Salon
Zum Erscheinen des neuen Romans von Peter Handke
Schauspieler, Autoren, Verleger, Leser und Fans lesen „Die Obstdiebin – oder – Einfache Fahrt ins Landesinnere“

Montag, 13.November | 19 Uhr
Blauer Salon
Buchsaiten – Der Sound von Virginie Despentes‘ „Vernon Subutex“
Ein Abend mit Freddie Dreamer

Montag, 20.November | 19 Uhr
Blauer Salon 
„Guten Morgen, du Schöne“ –
Ein Abend für Maxie Wander mit Jutta Wachowiak

Mittwoch, 22.November | 19 Uhr | Waschhaus Potsdam
Literaturladen on Tour
Jana Hensel „Keinland“

Mittwoch, 29.November | 19 Uhr
Lesung und Preisverleihung Der Kleine Hei 2017
Simon Strauss „Sieben Nächte“

              Die Lesungen beginnen um 19 Uhr.
     Wist  –  Der  Literaturladen  |  Dortustr.  17  |  Tel.
     2800452  |  www. / info@wist-derliteraturladen.de

Das war der Theaterseptember im Literaturladen

Michael Schindhelm ist am 11. September mit seinem Roman „Letzter Vorhang“ im Literaturladen zu Gast gewesen. Und Deutschlands meistgespielter Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat am 21. September seinen zweiten Roman „Die Sprache des Regens“ vorgestellt.

Fotos: Michael Lüder

Lesungen im September 2017

Spielzeiteröffnung im Blauen Salon

Donnerstag, 7. September
DIE LESUNG VON LUKAS BÄRFUSS MUSS AUFGRUND EINER ERKRANKUNG LEIDER ENTFALLEN.
 

Montag, 11. September
Michael Schindhelm „Letzter Vorhang“

 

Donnerstag, 21. September
Roland Schimmelpfennig „Die Sprache des Regens“

Die Volksbühne ist zu, dicht, verrammelt. Kein laufendes Rad mehr, keine Schriftzüge. Getreu den geflügelten Worten „Das Theater ist tot, es lebe das Theater!“ behaupten wir einfach, dass es sie noch gäbe, diese unberechenbaren, unzumutbaren, unvernünftigen Inszenierungen. Zur Eröffnung unserer Herbst-Spielzeit haben wir darum drei Theaterautoren eingeladen:
Der Schweizer Lukas Bärfuss stellt seinen luziden Roman „Hagard“ vor. Eine eigenartig schillernde Geschichte, um die Verfolgung einer Frau im Feierabendgedrängel.
Eine aufsehenerregende Theaterschließung thematisiert Michael Schindhelm in seinem Roman „Letzter Vorhang“, der pünktlich zur letzten Vorstellung der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz am 1. Juli erschienen ist.
Und schließlich begrüßen wir den meistgespielten deutschprachigen Dramatiker auf unserer Bühne: Roland Schimmelpfennig stellt seinen zweiten Roman „Die Sprache des Regens“ vor.

Vorhang auf: Theaterseptember!

 

Jeweils um 19 Uhr im Literaturladen | Eintritt: 8€ | Vorbestellungen erbeten

Roland Schimmelpfennig – Theater und Roman

Noch ein Nachschlag: Der erfolgreichste zeitgenössische deutsche Theaterautor, Roland Schimmelpfennig, stellte am 4. April, einem „deutlichen, frühlingswarmen Aprilabend“  seinen ersten Roman „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ vor. Impressionen eines sehr enspannten Theater- und Literaturabends

Roland Schimmelpfennig war im Literaturladen zu Gast

An einem deutlichen, frühlingswarmen Aprilabend zu Beginn des 21. Jahrhunderts…

Fotos: Michael Lüder

Lesung eXtra: Roland Schimmelpfennig „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Lesung eXtra
ROLAND SCHIMMELPFENNIG
„An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“
Montag, 04. April, 19 Uhr
Ort: Wist – Der Literaturladen
Eintritt: 5€

Deutschlands meistgespielter Dramatiker betritt eine ganz andere Bühne: Roland Schimmelpfennig kommt mit seinem ersten Roman in den Literaturladen. Und das ist ein großer Wurf: ein so wohlkomponiert melodischer Berlin-Brandenburg-Roman, der von den streunenden Bewegungen eines Wolfes grundiert wird.

Lesen Sie hier eine Rezension

Erzähl, Dramatiker! – Teil 1: Roland Schimmelpfennig

Hans Magnus Enzensberger schrieb kürzlich in einem Nachruf auf den Dramatiker Gaston Salvatore, dass einen Roman jeder schreiben könne, der fleißig genug sei. Eine seltene Gabe hingegen besäßen nur die echten Dramatiker. Was geschieht demnach nun, wenn Dramatiker das Fach wechseln und Romane schreiben? Ist das eine Qualitätsgarantie oder ein Wagnis?

In diesem Bücher-Frühjahr wird der Wahn der Stadttheater nach dramatisierten Romanen absurderweise dadurch zugespitzt, dass gleich drei Dramatiker ihren ersten Roman veröffentlichen. Deutschlands meistgespielter Autor Roland Schimmelpfennig, die Niederländerin Lot Vekemans und der deutsche Newcomerdramatiker Nis-Momme Stockmann. Grund genug für eine Beobachtungsreihe, die Enzensbergers Diktum auf die Probe sellt. Also fragen wir die Bücher von Schimmelpfennig, Vekemans und Stockmann: Fleiß oder Gabe?

Teil 1:
Roland Schimmelpfennig: „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“

von Felix Palent

Roland Schimmelpfennig Foto: Heike Steinweg

Dieser Roman ist ein Blick. Ein Blick aus übergeordneter Perspektive auf die Stadt Berlin. Ein Blick auf ihre Bewohner. Ein Blick in die Zeit. Der Leser steht auf einem Podest und sieht. Aus dieser Perspektive erzählt Roland Schimmelpfennig episodische Geschichten die sich überschneiden und aufeinander beziehen. Er erzählt urbane Parallelgeschichten von durchschnittlichen Großstadtmenschen an alltäglichen Orten: Späti, Bushaltestelle, Abbruchhaus, Rangierbahnhof, Kneipe. Charaktere und Typen gibt es in diesem Buch unzählige lieb zu gewinnen. Sie wachsen einem ans Herz in ihrer Bemühtheit um ein Leben. Aufgrund seines wohlwollenden und nichtwertenden Blicks auf die Träume, Nöte und Süchte der Menschen, könnte man Schimmelpfennig als Hans Fallada des beginnenden 21. Jahrhunderts bezeichnen. Wortkarg und treffend entwirft er Bilder und Szenen, in denen die Geheimnisse nicht leichtfertig ausgeplaudert werden, vielleicht weil er sie ja selbst nicht kennt. Und natürlich zeigt der Dramatiker die hohe Kunst der Dialoge: Weiterlesen